Was bedeutet eigentlich fairer Handel? Hier eine Definition:

Fairer Handel definiert einen von außen kontrollierten Handel, indem die Erzeugerpreise für die Handelsprodukte üblicherweise oberhalb des jeweiligen Weltmarktpreis angesetzt werden. Die Produzenten haben somit ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel und werden in die Lage versetzt, ein Leben außerhalb der untersten Armutsgrenze zu führen.

Der Faire Handel basiert dabei auf einer Handels-Partnerschaft zwischen Erzeugern und Vertrieb, die durch Dialog, Transparenz und Respekt gekennzeichnet ist und eine größere Gerechtigkeit im internationalen Handel anstrebt. Auch soziale und Umweltaspekte spielen in der Produktionskontrolle eine große Rolle und sollen unbedingt gemäß internationaler Umweltschutz- und Sozialstandards eingehalten werden. Die Sicherung der sozialen Rechte für Produzenten und Arbeiter soll dabei zu einer nachhaltigen Veränderung der Lebensbedingungen in den Dritte Welt-Ländern führen.

Die Produkte der Fairhandelsbewegung sind hauptsächlich Waren, die aus Entwicklungsländern in die Länder der ersten Welt (hier v. a. Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika) exportiert und in den Abnehmerländern weiterverarbeitet werden. Im Fairen Handel werden landwirtschaftliche Erzeugnisse ebenso wie Produkte aus dem traditionellen Handwerk und der Industrie produziert. Fair Trade-Produkte kommen zusehends auch aus neuen Bereiche wie z. B. dem Tourismus.

Die Fairhandelsorganisationen versuchen durch Kampagnen, das Bewusstsein der Verbraucher in der Ersten Welt für die Belange der Entwicklungsländer zu stärken. Das Ziel ist, potente Absatzmärkte für die Produkte aus dem Fair Trade zu erschließen. Außerdem sollen die Arbeits- und Lebensbedingungen durch Veränderungen von Regeln und dem fairen Ausüben des konventionellen internationalen Handels verbessert werden.

Finanzielle Erträge aus dem Fair Trade sollen die Produzenten dazu nutzen, unwürdige Arbeitsbedingungen wie die Kinder- und Zwangsarbeit zu umgehen und den Kindern die Möglichkeit zu angemessener Schulbildung zu geben.

Fair gehandelte Produkte sind v. a. in Weltläden, aber auch Naturkost- und in Supermärkten und der Gastronomie erhältlich. Um den Absatz dieser Produkte zu steigern, finden verschiedene Veranstaltungen, wie die Fair Trade Conference und die Vergabe des Fair Trade Award am Rande der Konferenz statt.